Im Interview: Jörg Schwertner & Andreas Storm von SSDF

Interview: BOSANOVA im Gespräch mit SSDF über Agenturen, KooperationenIm Interview: Jörg Schwertner und Andreas Storm von SSDF über Agenturen, Kooperationen & gute Nachbarschaft u.a.; BOSANOVA Agentur für Communication & Event, Köln, Foto-Collage: © BOSANOVA

In unserer Interview-Reihe stellen wir Kooperationspartner und Menschen aus unserem Netzwerk vor, die mit uns die Welle machen. Diesmal: Jörg Schwertner & Andreas Storm, Geschäftsführer unserer Nachbar-Agentur SSDF.

 

BOSANOVA UND SSDF – WIR MACHEN DIE WELLE – GEMEINSAM IM LEITRADLOFT

BOSANOVA-Redaktion: Sabrina, Du kennst Jörg und Andreas schon länger. Wie habt ihr euch kennengelernt und wie kam es letztlich dazu, dass ihr euch nun eine Büroetage im Leitradloft teilt?

Sabrina: Die beiden Powerherren habe ich über einen gemeinsamen Kontakt kennengelernt. Seit ca. acht Jahren halten wir den Kontakt. Gemeinsam haben wir schon an einem Projekt gearbeitet und die Arbeitsweise und Erfahrung des anderen sehr zu schätzen gelernt. Neue Denkanstöße, spannende Herangehensweisen und viele tolle Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen waren sehr gewinnbringend und bereichernd. Bei einem gemeinsamen Mittagessen haben wir zusammen über eine Bürogemeinschaft „geshakert“ und eine Woche später gab es einen Spontantermin – quasi an einem großen Loch. Mit viel Vorstellungskraft und ein paar Grundrissen wurde der Spaß immer handfester. Tja, und acht Monate später saßen wir dann gemeinsam mitten in der Baustelle und durften uns am Baulärm, neuen Perspektiven und dem Zusammenleben erfreuen. Zeit für Neues? Ja, meine BOSANOVA-Girls und ich sind immer dabei. Denn: #wirmachendiewelle sehr gern im Netzwerk. 🙂

BOSANOVA-Redaktion: Jörg, vor 20 Jahren Jahren hast Du mit einer Agenturgründung den Grundstein gelegt für das was SSDF heute ist. Erinnerst Du dich noch an die Anfänge? Wie würdest Du die Geschichte eurer Entwicklung in einigen Sätzen erzählen?

Jörg Schwertner:  Vor 20 Jahren haben wir als klassische Werbeagentur begonnen. Da war Print noch die Master-Disziplin der Kommunikation und Online ein neues, faszinierendes Thema, mit dem man Websites gestalten konnte. Da wusste noch niemand so genau, welche Veränderungen Online auslösen würde. Entsprechend hat sich natürlich auch unser Angebot in den letzten 20 Jahren verändert. Aber im Kern hat es sich immer um das faszinierende Thema Marke gedreht. Man kann schon sagen, dass das unsere DNA ist: Marken zu verstehen und zielgerichtet nach vorne zu bringen. Handelsmarken genauso wie Produkt- oder Unternehmensmarken aus dem Industriebereich. Dabei hat sich natürlich einiges an Erfahrungen angesammelt, weshalb wir uns heute auch zunehmend als Markenberater verstehen. Das bringt das Alter so mit sich …

BOSANOVA-Redaktion: Andreas, vor mittlerweile gut 15 Jahren bist Du dazu gestoßen und bestimmst seitdem die Geschicke von SSDF und euren Kunden entscheidend mit – als Kundenberater und Finanzchef. Du hast schon einige Agenturen von innen erlebt und das Geschäft von der Pieke auf kennengelernt. Was denkst Du ist das Erfolgskriterium bei SSDF?

Andreas Storm: Dass es uns nach zwanzig Jahren noch gibt, liegt in der Hauptsache daran, dass wir solide Arbeit leisten. Man schätzt uns für durchdachte Konzepte, pedantische Umsetzung und zuverlässige Betreuung, die es dem Kunden erlaubt, um Fünf sorgenfrei nach Hause zu gehen.

BOSANOVA-Redaktion: Jörg, mittlerweile habt ihr ein Mitarbeiterteam von rund 14 Mitarbeitern. Worin seht ihr eure Hauptaufgabe gegenüber Kunden und wie arbeitet ihr bevorzugt?

Jörg Schwertner: Unsere Hauptaufgabe sehen wir zunächst darin, den Wunsch oder auch das Problem unserer Kunden zu verstehen. Manchmal ist die Situation einfach und klar, so dass man schnell zu guten Ergebnissen kommt. Oft ist es aber auch kompliziert. Deshalb braucht es als erstes eine solide Analyse- und Strategiephase. Es ist immer unser Anliegen das gewünschte Ziel wirklich grundlegend zu erreichen und nicht mit oberflächlichem Aktionismus zu kaschieren. Wir glauben an die gesunde Marke. Insofern arbeiten wir immer sehr gründlich und, Entschuldigung für den abgenudelten Begriff, nachhaltig. Das macht die Sache oft nicht immer leicht, da heute vielfach schnelle Resultate gefragt sind. Aber wie gesagt, die helfen oft nicht wirklich weiter.

BOSANOVA-Redaktion: Andreas, was schätzt ihr an der Nähe zu uns als Event-Agentur am meisten?

Andreas Storm: Mehr noch als um Eure spezifische Ausrichtung als Event-Agentur geht es mir um den grundsätzlichen Aspekt der „Kooperation“. „Kooperation“ kann, wenn aktiv gelebt, ein zentraler Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit sein. Die Kunden lieben es ja förmlich, wenn wir uns als Konkurrenten gegenseitig die Wurst vom Brot klauen. Unsere Antwort darauf sollte lauten: „Wir gründen gemeinsam eine Metzgerei!“ „Kooperation“ hilft zunächst, die vorgehaltenen Ressourcen deutlich effizienter zu managen. Es fängt doch schon beim Büro an. Wir haben bei uns jetzt sechs Firmenlogos an der Tür – und der gemeinsam genutzte Konferenzraum ist kommerziell immer noch nicht ausgelastet.

„Kooperation“ kann darüber hinaus „Inspiration“ bedeuten, wenn das räumlich-kollegiale Miteinander auch durch einen fachlichen Austausch getragen wird. Und schließlich kann „Kooperation“ auch zu konkretem Geschäft führen – z.B durch gemeinsames Agieren im Neugeschäft, durch Weiterempfehlung oder beim „Teilen“ von Aufträgen – speziell bei Auftragsspitzen – anstatt, dass hier wiederum kostspielige Ressourcen in Form von zusätzlichen festen oder freien Mitarbeitern on-top mobilisiert werden. Ist aber alles graue Theorie, wenn man sich nicht Tag für Tag darum bemüht.

BOSANOVA-Redaktion: Jörg und Andreas, wie schafft ihr es neben dem Agenturalltag eure Batterien wieder neu aufzuladen? Wie sieht für euch ein gelungener Erholungstag oder ein entspanntes Wochenende aus?

Jörg Schwertner: Batterien lade ich über zwei Wege auf. Zum einen kann ich viel Motivation und Energie aus einem gut gemachten Job ziehen. Wenn ich merke, dass unser Ergebnis passt und ein Kunde zufrieden und glücklich mit unserer Leistung ist, motiviert mich das sehr. Das andere Ladegerät ist recht konventionell: Zeit mit den mittlerweile erwachsenen Kindern verbringen, mit guten Freunden bei einem Glas Rotwein am Grill stehen, Sport machen oder auf zwei Rädern durch die Gegend düsen; da bekomme ich recht schnell den Kopf frei.

Andreas Storm: Ich habe ein Haus auf dem Land – und manchmal stelle ich Montag morgens fest, dass mein Auto immer noch da steht, wo ich es Freitag abends abgestellt hatte. Zumeist sage ich dann zu mir: „War das mal wieder ein geiles Wochenende!“ Privatheit, Normalität, Beschränkung aufs Wesentliche! Zeit mit meiner Familie vertrödeln. Anständig selber kochen, anstatt mittelmäßig Essen zu gehen. Waldspaziergang mit Hund lieber als Golfplatz. Gutes Buch schlägt (lineares) Fernsehen. Hier und da mal ein paar echte „Freunde“ einladen und eine gute Flasche Wein „teilen“. Das ist es dann auch schon.

BOSANOVA-Redaktion: Vielen Dank für das Interview und auf viele weitere schöne, gemeinsame, erfolgreiche Jahre hier im Leitradloft!

Foto: © SSDF & BOSANOVA, 2017

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